Kürbis Torte {Kürbis / Fondant / Modelliermasse / Meringuebuttercreme}

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Manchmal kommt alles anders und öfters auch als man denkt...darum gibt es das Kürbistörtchen erst heute. Nicht nur zu Halloween, sondern auch zwischendurch ist das Törtchen der absolute Hingucker auf jeder Kaffeetafel! Es hat einen Kern aus Oreo-Vanille-Böden, die von einer extrem cremigen Meringue-Buttercreme umhüllt sind. Die Dekoration ist ein wenig aufwendig, aber lohnt sich sehr und mit etwas Übung klappt es nach ein paar Versuchen blitzschnell. Das Spinnennetz ist aus geschmolzen Marshmallows und eine Herausforderung für ungeduldige Menschen wie mich. Aber ihr seht, ich habe mich geduldet und bin mächtig stolz auf das Ergebnis! Habt viel Spaß mit denn Rezept und lasst es euch schmecken! 

Zutaten für den Boden

  • 260g Zucker (je zur Hälfte brauner und weißer Zucker)
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 3 Päckchen (12) Oreo-Kekse gehackt
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl

Zutaten für die Meringue-Buttercreme

  • Eiweiß von 4 Eiern der Größe L
  • 200g feiner Zucker
  • 250g zimmerwarme Butter
  • Lebensmittelfarbe in schwarz 

Zutaten für die Dekoration

  • Modelliermasse nach dem Rezept der wunderbaren Kessy von Pink Sugar*
  • 250g Fondant
  • Lebensmittelfarbe in pink und schwarz oder nach eigener Vorliebe
  • 8-10 große Marshmallows
  • etwas Kokosfett
  • Zuckerwatte
  • Zuckerperlen in Rosa

Zubereitung

Schon zwei Tage bevor das Törtchen fertig sein soll, bereite die ich den Kürbis vor. Dazu die Modelliermasse nach dem Rezept von Pink Sugar herstellen und zu kürbisförmigen Kugeln formen. Diese mindestens 4 Stunden kalt stellen und vollständig aushärten lassen. Aus den Kugeln rundherum mit einem Messer Schnitze herausschneiden, so dass die typische Kürbisform entsteht. Den Fondant färben, ausrollen und den Kürbis damit umhüllen und verzieren. Ich lagere die fertigen Figuren meist auf einem Tortenteller unter einer Glashaube. 

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Am Abend bevor ich das Törtchen fertigstelle, backe ich bereits den Boden. Alle Zutaten sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Die Böden von zwei runden Backformen (ca. 15cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker in der Küchenmaschine sehr lange schaumig rühren. Die Butter schmelzen und mit der Sahne verrühren. Beides in einem dünnen, gleichmäßigen Strahl zur Eiermasse geben und gründlich untermischen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nur kurz unterrühren. Die Keks-Stückchen mit einem Teigschaber unterheben und den Teig gleichmaßig auf die vorbereiteten Formen verteilen. Die Böden für ca. 30-35 Minuten backen und vollständig (über Nacht) auskühlen lassen. Sobald der Kuchen etwas abgekühlt ist, sollte er abgedeckt werden, damit er nicht austrocknet.

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Am nächsten Tag kommt zuerst die Meringue-Buttercreme an die Reihe: Dazu die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker in einer Metallschüssel unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf mind. 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß in der Küchenmaschine steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, dies kann einige Minuten dauern. Sobald die Meringuecreme Zimmertemperatur hat, die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. Sollte die Creme zur weiteren Verarbeitung zu weich sein, kann man sie einen Moment im Kühlschrank aufbewahren.

Die Böden mit einem Messer vom Rand der Form lösen und jeden Boden 1x waagerecht durchschneiden. Nun den ersten Boden mit etwas Creme auf einer Tortenpappe fixieren. Den Boden mit 2 El Buttercreme bestreichen und den nächsten Boden auflegen und ebenso verfahren bis alle Böden verwendet wurden. Die Torte rundherum mit Buttercreme einstreichen, um die Krümel zu binden. Das Törtchen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. In der Zeit die verbliebene Buttercreme mit der Lebensmittelfarbe schwarz einfärben und Die Torte komplett mit Buttercreme umhüllen. Die Seiten, die Kanten und die Oberfläche sollten möglichst glatt sein. Die Torte nun für mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

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Das Wichtigste zuerst: für die Dekoration der Torte mit dem Spinnennetz unbedingt Einmalhandschuhe tragen! Die Hälfte der Marshmallows mit etwas Kokosfett in der Mikrowelle schmelzen und glatt rühren. Die Torte aus dem Kühlschrank holen und auf einen Drehtellet stellen. Ewas von der Masse in die Fingerspitzen (mit Handschuhen) nehmen und zwischen den Fingern beider Hände zu dünnen Fäden ziehen. Dazu die Finger zusammendrücken und langsam auseinander ziehen. Die Fäden vorsichtig um die Torte legen. Das erfordert etwas Fingerspitzengefühl und geht leichter wenn noch zwei helfende Hände da sind! 

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Die Torte mit dem Kürbis, den Zuckerperlen und der Zuckerwatte verzieren und servieren. Sie sollte mindestens 30 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden. 

Habt einen wunderschönen Herbst und eine tolle (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

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Halloween-Sprinkles-Törtchen {Schokolade / Kakaonibs / Orange / Likör / Sprinkles}

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Happy Halloween euch allen!

Neben dem Kürbis wollte ich unbedingt noch ein anderes Törtchen backen, ein etwas Eleganteres diesmal. Inspiriert dazu haben mich die bezaubernden Kreationen von Sweetapolita. Ihre Kuchen erinnern mich an eine bunte, fröhliche und unbeschwerte Kindheit, sie verbreiten Freude und sind doch elegant und erwachsen. Bei den Sprinkles, also den Zuckerstreuseln habe ich mich ebenfalls von Sweetapolita inspirieren lassen, schaut mal in ihrem Shop vorbei, es lohnt sich wirklich! Leider ist es nicht ganz einfach an ihre wunderbaren Kompositionen heranzukommen und so habe ich mein eigenes „Halloween-Medley“ kreiert.

Das Törtchen, für das ich mich dieses Mal entschieden habe, ist dabei zugleich eine Hommage für meine Mutter. Sie hat zu besonderen Anlässen oft etwas ganz ähnliches gebacken - damals mein absoluter Lieblingskuchen. Genau diese Zutaten aus dem besten Kuchen meiner Kindheit habe ich jetzt zu einem Törtchen zusammengefügt und schwelge daher zu Halloween in orangig-schokoladigen Kindheitserinnerungen. Wichtig ist aber, dass ihr für dieses Törtchen bittere Orangenmarmelade verwendet, denn ansonsten wird das Törtchen zu süß und der Orangengeschmack kommt nicht so schön zur Geltung!

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Zutaten für die Böden

  • 4 Eier
  • 180g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 80ml heiße Milch
  • 100g gehackte zartbittere Schokolade
  • 80g Butter
  • 120g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 40g Kakaopulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Schoko-Nibs

Zutaten für die Ganache

  • 200g zartbittere Schokolade
  • 200g Schlagsahne

Zutaten für die Füllung

  • Bittere Orangenmarmelade (z.B. von Schwartau)
  • 2-3 EL Cointreau (Orangenlikör, wenn Kinder mitessen, dann die gleiche Menge Orangensaft)

Zutaten für die Dekoration

  • Zuckerstreusel nach Belieben

Zubereitung

Am Tag bevor ich die Torte fülle und verziere bereite ich die Ganache zu. Dazu die Schokolade grob hacken, in eine Schüssel geben und mit der kurz aufgekochten Sahne übergießen. Alles 1-2 Minuten ruhen lassen und anschließend mit einem Schneebesen glattrühren. Die Creme über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Ebenfalls am Vortag backe ich den Schokoladenboden. Dazu den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und den Boden von zwei Springformen mit 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.

Die Eier trennen und das Eiweiß unter Zugabe von 1/3 des Zuckers in 10-15 Minuten zu sehr steifem Schnee verarbeiten. Der fertige Eischnee wandert in den Kühlschrank. Nun lasse ich meine Küchenmaschine aus dem Eigelb, dem verbliebenen Zucker und der heißen Milch eine weißlich luftige Masse rühren. Die Milch gebe ich dabei in einem dünnen Strahl in die Rührschüssel und lasse die Küchenmaschine derweil weiter rühren, denn sonst könnte das Eigelb gerinnen. Schokolade und Butter lasse ich über einem Wasserbad schmelzen und gebe sie, wenn die Eigelbe weiß und luftig sind, ebenfalls in einem dünnen Strahl und unter stetem Rühren meiner Küchenmaschine dazu. Nun kommt das Eiweiß aus dem Kühlschrank hinzu: 1/3 davon auf die Eigelb-Schokoladen-Masse geben und die trockenen Zutaten darüber sieben. Alles rasch mit einer Gummizunge zu einem homogenen Teig verarbeiten. Das klappt am besten, wenn man in großen Kreisen arbeitet, so dass die Luft im Eischnee möglichst erhalten bleibt. Den restlichen Schnee in zwei weiteren Portionen unterheben und zum Schluss die Schokoladen-Nibs hinzufügen. Dann den Teig gleichmäßig in die vorbereiteten Formen füllen und im Ofen ca. 35 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

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Am folgenden Tag die Oberfläche der Böden glätten und jeden Boden einmal waagerecht durchschneiden. Die Orangenmarmelade mit dem Cointreau (oder Orangensaft) glatt rühren und auf drei der vier Böden verteilen. Dabei außen jeweils einen Rand von 1cm freilassen. Die Ganache wenige Sekunden in der Mikrowelle erwärmen und glatt rühren. 1-2 EL der Creme in einen Spritzbeutel füllen und rund um die Marmelade spritzen. Den Rest auf der Marmelade verteilen und die Böden zu einer Torte zusammensetzten. Dazu den untersten Boden mit etwas Ganache auf einem Cakeboard fixieren. Zum Schluss den Boden ohne Marmelade aufsetzten und die Torte rundherum mit Ganache einstreichen. Dabei die komplette Ganache bis auf einen Esslöffel verarbeiten. Die Ganache evtl. erneut in kleinen Portionen erwärmen, damit sie sich besser auf der Torte verstreichen lässt. Die Creme sollte die Torte möglichst glatt umhüllen. Die übrig gebliebene Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und Tupfen auf den Rand der Torte spritzen. Nun die Torte rundherum und oben mit Sprinkles verzieren. Dazu die Sprinkles mit einer flachen Palette oder einer Hand auf den Kuchen drücken. Da funktioniert gut, wenn man den Kuchen auf der anderen Hand leicht schräg hält. Überschüssige Sprinkles mit einem großen Teller oder eine Schüssel auffangen. Die fertige Torte bis ca. eine Stunde vor dem Verzehr im Kühlschrank lagern.

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Schaut sie nicht toll aus? Ich schwelge nun geschmacklich und optisch in Kindheitserinnerungen und lasse mir den Tag versüßen.

Habt eine gute Halloween- und Kuchen-Zeit!

Eure Tine

Halloween-Cakepops {Schokolade / Kürbis / Fondant / Gewürze}

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Was macht man am besten mit Resten, die beim Backen eines Törtchens übriggeblieben sind? Klar, man kann sie einfach naschen oder zu einem Dessert verarbeiten (in Gläsern geschichtet zum Beispiel) - oder aber man zaubert ganz köstliche kleine Cakepops. Passend zum Herbst und zu Halloween habe ich aus den Resten, die ich von meinem Halloween-Kürbis übrig hatte, kleine gruselige Kürbis-Cakepops erschaffen – wirklich zum Fürchten!

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Es kommt eigentlich regelmäßig vor, dass etwas von der Creme oder auch von den gebackenen Böden nicht gebraucht wird und es ist einfach viel zu schade, die Reste nicht anderweitig zu verwenden. Also, habe ich hier eine wunderbare Idee für köstliche Cakepops aus Kuchenresten. Da die Böden mit der Creme vermengt werden, sind sie super saftig und fast so gut wie kleine Pralinen - versprochen!  

Zutaten

Zubereitung

Den Teig in einer Schüssel fein zerkrümeln und mit der leicht erwärmten Ganache mischen. Solange kneten, bis eine formbare Masse entsteht. Sollte die Flüssigkeit nicht ausreichen, kann man noch etwas Milch hinzugeben.

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Aus der Masse nun Kugeln formen und in jede Kugel einen Cakepop-Stiel hineindrücken. Die Cakepops im Kühlschrank fest werden lassen.

Den orangefarbenen Fondant ausrollen und kreisrund ausstechen. Ich habe dazu ein Cocktailglas verwendet, denn der Fondant muss die Cakepops vollständig umhüllen. Nun den Fondant auf die Kugeln legen und gleichmäßig andrücken. Zum Stil hin den überschüssigen Fondant mit einem Messer abschneiden und die Kugeln vollständig umschließen. Mit Modellierwerkzug an den Seiten Rillen in die Kugeln drücken, so dass eine Kürbisform entsteht. Eine kleine Menge des Fondants in schwarz einfärben und damit Augen, Mund, Nase und Stielansatz des Kürbisses formen. Alles mit ganz wenig Wasser auf die Cakepops kleben. Bis zu ihrem Verzehr sollten die kleinen Bösewichte im Kühlschrank bleiben, und etwa eine Stunde bevor sie serviert werden, aus dem Kühlschrank geholt werden.

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Auf die gleiche Art lassen sich auch alle anderen Kuchenreste verarbeiten. Alternativ zu der Hülle aus Fondant, lassen sich die Cakepops natürlich auch mit Schokolade oder bunter Glasur verzieren.

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Ich wünsche euch ein wunderschönes Halloween-Wochenende! Habt eine gruselige (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Halloween-Kürbis {Kürbis / Kakaonibs / Schokolade / Vanille / Gewürze}

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"Süßes, sonst gibt's Saures!" oder "Trick or treat"

Bei dieser Ansage bleibt einem ja gar nichts anderes übrig, als für einen ausreichend großen Süßvorrat zu sorgen, schließlich möchte ich mir nicht den Unmut kleiner Geister zuziehen. Und damit ist dann auch die Halloween-Saison in der Kuchenwelt offiziell eröffnet.

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Spätestens seit unserem Besuch in New York vor zwei Jahren sind Kürbisse ein fester Bestandteil von Halloween für uns. In diesem Jahr gibt es darum einen süßen Kürbis für euch. In leuchtendem orange sieht er nicht nur zum anbeißen aus, sondern ist es auch! Habt ihr erkannt, woraus er besteht? Unter der orangefarbenen Schale verbergen sich ein köstlicher Vanille- und Kürbisboden die mit zartbitterer Schokoladen-Ganache umhüllt werden. Die Schale besteht aus reichlich Fondant und schon ist der kleine Geselle gezaubert. Es ist gar nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht und lohnt sich wirklich! Alternativ könnt ihr aus den Zutaten natürlich auch ein "klassisches" Törtchen machen; dazu schaut ihr am besten mal hier vorbei. Den Kürbisboden solltet ihr unbedingt mal ausprobieren, spätestens nach dem ersten Bissen seid ihr im Herbst angekommen, versprochen. Also, ran an die Küchenmaschine und auf geht’s!

Zutaten für den Kürbisboden

  • 350g Mehl
  • 2Tl Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Zimt
  • je 1/2 TL Muskat, Nelken und Ingwer
  • 280g Zucker
  • 300ml Sonnenblumenöl
  • 4 Eier
  • 400g Kürbismus (ich habe einen Hokkaidokürbis in sehr wenig Wasser gedünstet und anschließend püriert)
  • 3 EL Kakaonibs

Zutaten für den Vanilleboden

  • 260g Zucker (je zur Hälfte brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 1-2 TL Vanillearoma
  • 2 TL Backpulver
  • 300g Mehl

Zutaten für die Schokoladen-Ganache

  • 400g Schokolade
  • 400g Schlagsahne

Zutaten für die Dekoration

  • 1kg Fondant
  • Lebensmittelfarben in orange, braun und grün

Zubereitung

Am Abend bevor ich den Kürbis zusammenbaue backe ich bereits die Böden und bereite die Ganache zu. Dafür den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und die Fettpfanne vom Backofen mit Backpapier auslegen und bereitstellen. Für den Kürbisboden nun in einer Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Gewürze mischen. In der Küchenmaschine den Zucker mit den Eiern verquirlen, bis die Masse luftig und weißlich ist. Nun nach und nach das Öl hinzugeben und das nicht mehr heiße Kürbismus untermixen. Anschließend die Mehlmischung und ganz zum Schluss die Kakaonibs mit einer Gummizunge unterheben. Den fertigen Teig gleichmäßig in der vorbereiteten Fettpfanne verteilen. Nach etwa 30 Minuten Backzeit sollte der Boden fertig sein und kann mit dem Backpapier auf einem Rost abkühlen.

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Für den Vanilleboden erneut die Fettpfanne mit Backpapier auslegen. In der Küchenmaschine die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse lieber etwas länger als zu kurz rühren. Nun die Sahne hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und beides nur kurz unterrühren. Den fertigen Teig auf dem vorbereiteten Backblech glattstreichen und für ca. 20-25 Minuten backen. Den fertigen Kuchen vollständig (über Nacht) auf dem Blech auskühlen lassen.

Für die Ganache die Schokolade hacken und in einer Schüssel bereitstellen. Die Sahne in einem Topf erhitzen, bis sie gerade zu kochen beginnt. Den Topf vom Herd nehmen und die Sahne über die Schokolade geben. Alles zwei Minuten stehen lassen und anschließend Sahne und Schokolade zu einer homogenen Masse verrühren. Die Ganache über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

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Am folgenden Tag die beiden Böden auf die Arbeitsfläche legen und jeweils drei unterschiedlich große Kreise ausschneiden. Der größte Kreis sollte einen Durchmesser von ca. 15 cm haben, die beiden anderen sollten jeweils 1 - 1,5cm kleiner sein. Insgesamt habt ihr nun 6 Böden vor euch liegen, drei Kürbis- und drei Vanilleböden. Die übrigen Teigreste verarbeiten wir dann morgen zu einer weiteren Halloween-Köstlichkeit.

Nun gebe ich 2 EL der Creme in eine mikrowellenfeste Schüssel und erhitze sie für max. 10 Sekunden bei halber Wattleistung. Die Creme ist nun streichfähig und lässt sich gut auf den Böden verteilen. Mit einem der kleinen Böden beginnen, diesen mit etwas Ganache auf einem Cakeboard fixieren und mit Ganache bestreichen. Nun kommt der nächstgrößere Boden, allerdings vom anderen Teig, darauf. Die letzten beiden Arbeitsschritte wiederholen und den größten Boden, wieder vom anderen Teig darauf legen. Anschließend genauso weitermachen, diesmal vom größten zum kleinsten Boden arbeiten und die Böden jeweils mit Ganache verbinden. Die Ränder nun mit einem Messer begradigen, so dass eine runde Kürbisform entsteht. Den Kuchen rundherum mit Ganache einstreichen; dafür ggf. nochmals eine Portion der Ganache, wie oben beschrieben, verflüssigen. Sobald der Kuchen rundherum mit Ganache eingestrichen ist, die aufgetragene Ganache kurz im Kühlschrank fest werden lassen.

Nun die für einen Kürbis typischen Ausbuchtungen formen, indem man rillen in die Kugel ritzt und den Kuchen danach erneut vollständig mit Ganache einstreichen. Alle Krümel und Teigstücke, die beim Modellieren vom Kuchen entfernt wurden, in einer Schüssel aufbewahren und morgen weiterverarbeiten. Die Torte dann bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

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Den Fondant weich kneten und eine kleine Portion separieren. Den Rest mit Lebensmittelfarbe orange färben und gleichmäßig in der Größe des Kuchens ausrollen. Den Fondant mit Hilfe der Rolle auf den Kuchen legen und sorgfältig andrücken. Der Fondant sollte möglichst faltenfrei auf dem Kuchen liegen. Nun die kleine Portion Fondant grün färben und daraus den Stilansatz formen. Zum Schluss den Kürbis und den Stilansatz mit Lebensmittelfarbe bemalen.

Den Kuchen bis eine Stunde vor dem Verzehr im Kühlschrank lagern. Er sollte Zimmertemperatur haben, damit sich die Aromen voll entfalten können.

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Na, was sagt ihr zu diesem süßen Herbstgemüse? Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es euch genauso geht! Lasst eurer Kreativität freien Lauf und habt eine gute (Kuchen-) und eine schaurig schöne Halloween-Zeit!

Eure Tine

 

Halloween {gruseliges Naschwerk}

Halloween - dieses Fest verbinde ich neben wunderbaren Erinnerungen an einen tollen Urlaub natürlich mit dem Tag selbst. Damals waren wir zum New York Marathon gereist und hatten das große Glück, dort diesen besonderen Tag hautnah miterleben zu dürfen. Es ist etwas ganz anderes, viel authentischer und die Stimmung ist unvergleichlich. Die Straßen und fast jeder Hauseingang waren schon Tage zuvor wunderschön bis leicht gruselig dekoriert. Süße Köstlichkeiten in unheimlichen Formen und Farben lachten mich aus diversen Theken und Auslagen an - herrlich! Und natürlich schaurig schöne Kostüme, wohin man auch schaut. Habe ich schon erwähnt, dass ich eine Phobie vor Spinnen habe? Eine echte Herausforderung an einem solchen Tag! ;) Wenn man einmal hautnah dabei war, kommt man an diesem Tag nicht mehr vorbei und schon gar nicht, weil die Halloween-Welle ja zunehmend nach Europa "schwappt".

Eine wunderbare Gelegenheit also, gemeinsam mit meinem Großen zu backen. Er ist immer voller Begeisterung dabei, wenn er helfen darf. Das Hobby der Mama geht nämlich nicht spurlos an ihm vorbei: Bevor ein Sandkuchen verkostet werden darf, muss erst mal ein Foto gemacht werden. :)

Mit vereinten Kräften geht es also ans Werk!

Zutaten für die Kekse

  • 150g Mehl
  • 100g kalte Butter
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • Abrieb von einer unbehandelten Zitrone oder Orange

Zutaten für das Icing

  • 250g Puderzucker
  • 1 Eiweiß
  • etwas Zitronensaft
  • 1 El Sirup (möglichst farblos, damit der Guss einen schönen Glanz bekommt)
  • etwas Wasser
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Spritzbeutel und Tüllen zum Dekorieren der Kekse

Zubereitung

Für die Kekse bereite ich aus den Zutaten rasch einen Mürbeteig zu. Es ist wichtig, dass die Butter sehr kalt ist. Durch schnelles Arbeiten wird auch der Teig nicht zu warm. Er darf nun für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, ruhig auch etwas länger.

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier oder Backmatten auslegen.

Den Teig in mehreren Portionen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder Silikonmatte ausrollen und Kekse mit Kürbis-, Fledermaus- oder anderen herbstlichen Ausstechern ausstechen. Da die Kekse anschließend eine ordentliche Icing-Schicht bekommen, mag ich sie gerne etwas dicker als gewöhnlich. Ein halber Zentimeter oder etwas mehr darf es also sein.

Die Kekse werden anschließend für ca. 10-15 Minuten gebacken. Sobald sie goldgelb sind, können sie raus und dürfen auf einem Kuchengitter gründlich auskühlen.

Während die Kekse im Ofen backen, bereite ich das Icing vor. Dafür wird der Puderzucker sorgfältig gesiebt und mit dem Eiweiß, dem Zitronensaft und dem Sirup verrührt. Das geht am schnellsten in der Küchenmaschine. Nach 5-8 Minuten sollte der Guss geschmeidig sein. Er wird dann so lange mit Wasser verdünnt, bis er die richtige Konsistenz hat. Bei der Zugabe von Wasser bitte super vorsichtig sein und in sehr, sehr kleinen Portionen arbeiten. Wenn man die Oberfläche des Icings mit einem Messer teilt, sollte sich die Lücke binnen 10 Sekunden schließen. Sofern flüssige Lebensmittelfarben verwendet werden, sollte man den Guss ruhig etwas fester lassen und kann ggf. nach dem Färben noch etwas Wasser ergänzen.

Nun kann der Guss nach Belieben eingefärbt und auf die Spritzbeutel verteilt werden. Ich verwende für die Dekoration von Keksen Lochtüllen der Größen 1, 2 oder 3. Je kleiner desto filigraner.

Meine Halloween Kekse sind übrigens inspiriert von der wundervollen Amber Spiegel, die eine zauberhafte Seite hat: Sweetambs!

Habt eine tolle Zeit und genießt auch mal 'nen Cookie!

Eure Tine

P.S.: Bei den Cupcakes auf den Bildern handelt es sich um Birnen-Vanille-Muffins mit einer Schokoladenganache. Für die Muffins verwendet ihr das Rezept der Apfel-Karamell-Cupcakes und tauscht die Äpfel gegen 2 grob geriebene Birnen aus. Zitronensaft, Mandeln und Karamellcreme einfach weglassen. Für die Schokoladenganache könnt ihr das Rezept der Schokoholic-Cupcakes verwenden.